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JOTA 2017 mit Scouting Seedorf

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Drei Wochen sind ja schon eine sehr kurze Zeit um ein JOTA zu Planen. Aber die grösste Arbeit musste ja von der Pfadi "Scouting Seedorf" erledigt werden.
Wir hatten ja "bloss" unser Material anzukarren, Antennen auf zu stellen und los zu legen. Der Leiter der Seedorfer Pfadi, Michael v/a "Sentri" musste auch noch eine QSL Karte erstellen!

Der ganze Anlass besteht aber nicht nur aus der Funkerei mit anderen Jamboree-Stationen, die Pfadis sollen ja die zwei Tage beschäftigt werden. So findet  gleichzeitig ja auch das JOTI statt, bei welchem die Pfadfinder Weltweit übers Internet auf eigenen Plattformen miteinander kommunizieren können. Die Schule gleich nebenan stellte dafür Ihr EDV-Unterrichtszimmer mit den Notebooks zur Verfügung. Dieses Angebot wurde auch rege genutzt.

Die Wölfli und Biendli, welche nur am Samstag anwesend waren, mussten aber auch in der schönen Landschaft rund um Seedorf Aufgaben erledigen, dazu aber später mehr.

Freitag machte ich folglich etwas früher Feierabend, denn das Material musste zu Hause noch verladen werden. Um 16:00 Uhr hatte ich am Bahnhof Seewen mit Christof abgemacht, denn wir mussten noch den 10m Clark-Mast im Depot holen. Mir waren auf der Hinfahrt schon die vielen LKW's aufgefallen. Im Radio hörten wir, das der Seelisberg-Tunnel wegen eines Unfalls geschlossen wurde und alles über den Axen geschickt wurde! Ich befürchtete ein riesen Chaos auf der Axenstrecken gegen Uri zu, doch hatten wir Glück und konnten noch kurz vor dem grossen Stau durchschlüpfen.  Von unserer Seite über den See sahen wir die LKW's bei der Einfahrt zum Seelisberg Tunnel stehen. Wie sich später herausstellte, verunglückte auf der Autobahn bei Flüelen leider ein Motorradfahrer tödlich, was dieses Chaos hervorrief.

 

Die Pfadi Seedorf war schon voll im Schuss als wir eintrafen, (Umweg über's Seekaffee inklusive) Sie waren mit dem Aufbau der Zelte beschäftigt und auch die Küche wurde Eingerichtet.

Wir zogen schon im Dunkeln die Buckmaster mit dem Clark-Mast hoch und richteten den Shack ein. Die Vertical musste folglich bis Samstagmorgen warten. Wir konnten so den ersten Funkbetrieb aufnehmen und mit der Ausbildung "Light" beginnen, Raphael v/a Asterix schlug sich hervorragen als erster am Mic! Im Anschluss begaben sich die Leiter und Pio's noch auf Ihren Funk-Lauf, der Sie eine Weile im Wald herumirren liess. Nachdem wir ein paar Tests gemacht hatten, verabschiedeten wir uns und fuhren zum Schlafen nach Hause.

Etwas nach 08:00 fand ich mich wieder in Seedorf ein, die Pfadi waren schon alle Putzmunter und schon trafen auch die ersten Wölfli und Bienli ein. Christof traf auch ein und brachte Jael und Lea mit. Lea hängte sich den Bienli an und Jael am Papi. :D Wir mussten uns sputen, die 18m Vertikal stellte sich leider nicht von alleine auf und wir waren natürlich zu spät im Terminplan. Sentri schickte den einen Teil der Jungpfadi auf einen kleinen Funklauf und es stiess die erste Gruppe zum Funken zu uns an den Shack. Auch Ernst, HB9EVE traf ein und übernahm eine Gruppe Pfadi für Betrieb auf dem eigens für das JOTA aufgebaute DMR-Netz Mit grossen Augen sassen Sie nun da, unsere ersten JOTA's und wir hatten das Glück gleich eine Deutschen OM mit Herz für kleine Pfadis zu erwischen! Danke an Sandor "Bullet", (DL) für Deine Geduld. Für uns war das QSO eine Bestätigung dass ein Funken an der Lage doch möglich war. Das alles machte Logischerweise Hunger und die Küchendamen vom Blauring Schattdorf schöpften das allzeit beliebte und legendäre Ris-Casimir!

Früher als erwartet trifft Michi, HB9TWD ein und setzt sich auch gleich mit der nächsten Gruppe Pfadi an den Shack. Er hilft beim Einrichten des MixW für die Digitalen Betriebsarten, denn auch das wollten wir der Pfadi Seedorf zeigen. Die Restlichen Pfadis schwärmten über ganz Seedorf aus und erledigten spannende Aufgaben, so muss es sein!

Es zeigte sich, dass die Antennen erstaunlich gut funktionierten, trotz der "Wand" Gitschen (https://de.wikipedia.org/wiki/Gitschen) mit 2513m wirklich direkt westlich neben uns. So hörten wir eigentlich alle von Heinz, HB9KOM aufgerufenen Schweizer JOTA-Stationen hervorragend.. Für die Pfader hiess es die Peilgeräte zu fassen und sich auf die Suche nach den von Sentri versteckten 80m Füchse zu begeben. Ist schon Erstaunlich, wie schnell das die Pfader das Peilen im Griff hatten. Die Zeit verging im Nu und schon wurden wir von der Küche zum Abendessen gebeten, Älpler-Maccaroni so fein!

Nach dem Nachtessen schnappten sich die Pfader die Funkgeräte und schlugen sich für den Funk-Lauf in die Büsche, die Pio's und Leiter durften sich als JOTA betätigen. Sentri und Tacco (Michi, HB9TWD) widmeten sich der Betriebsart PSK31 und arbeiteten noch einige JOTA Stationen in dieser Betriebsart. Der Abend fand Ausklang mit SingSong und anschliessender Schoggibanane vom Lagerfeuer, bereits bei einsetzendem Regen. Vorsichtshalber legten wir den 18m-Mast in die Horizontale, dasselbe machten wir nach der Heimfahrt auch...

Als ich am morgen früh aus dem Fenster schaute, hatte der Regen bereits wieder nachgelassen. Auf der Fahrt nach Seedorf konnte ich feststellen, dass der Schnee auch im Urnerland bis ca. 1000m runter lag und es blies ein kalter Wind. Es ging den ganzen Tag so weiter, mal Regen, mal Wind. Um halb acht machte ich am Probelauf für die "Schweizerrunde" mit, alles lief wunderbar und wir hörten bis auf HB9Z alle Stationen.

Kurz vor 09:00 Uhr füllten sich die drei Bänke vor dem Funkgerät, Die Leitstation rief und alle verfolgten gebannt die Schweizerrunde! Ich überreichte das Micro Michael "Sentri". Er hatte uns diese Suppe eingebrockt, nun durfte er sie auslöffeln! Wir hörten alle Teilnehmenden mit mindestens rs59, teils sogar mit +20dB. Unsere Pfadis wurden kurz von Sentri "gebrieft" und machten das wirklich SUPER! Scouting Seedorf erhielt an der Schweizerrunde ein fettes Lob von der Leitstelle für die perfekte Teilnahme an der Schweizerrunde.

Da die Vertikalantenne eher für Lowbands und Nachtbetrieb geeignet ist, entschlossen wir uns diese schon vor dem Mittag abzubauen. Die Sicherungen von Spiderbeam mit den Schlauchschellen funktionieren sehr zuverlässig, verhindern entgegen des Vulkanisierbandes leider nicht das Eindringen von Wasser.

Die Pfader nutzten die Station noch bis gut 11:00 Uhr, dann zeigte sich wieder einmal eine Wasserarme Zone am Himmel. Wir schlossen den Shack, verstauten die Geräte in den EDAK-Kisten, bauten Buckmaster und Clarkmast ab.Interessanterweise stellten wir fest, dass der Mast nicht Regenfest ist und das Wasser einen Weg durch die Dichtungen findet. So blies das Wasser wie eine Fontäne aus dem Atemloch eines Blauwals und erzeugte eine hübsche Nebelwolke!

Wie angekündet, wählten wir den aktivsten "Jamboree" aus und verliehen ihm das Spez-Abzeichen "Übermittlung". Gratuliere Sentri! Ein letztes Mal wurden wir aus der Küche verpflegt, bevor wir uns verabschiedeten und die Heimreise bzw. den Weg zum Magazin in Schwyz antraten.

Das JOTA 2017 war Geschichte!

Ich möchte mich Herzlich bei den Leitern von Scouting Seedorf bedanken, dass wir Ihnen mit unserem bescheidenen Wissen zur Seite stehen durften. Es hat uns viel Freude bereitet, mit der aufgestellten Truppe die drei Tage zu verbringen! Wie immer geht der Dank in die Küche, denn mit knurrendem Magen lässt sich schlecht Funken! Der Teamgeist der Pfadi Seedorf ist sehr Gross und die Organisation wirklich gut!

Fred, HB9JCP TM HB9JA

 

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